true fiction – where no student has gone before

„A Vision of Students Today” von Michael Wesch und seinen Studierenden stellte vor einigen Jahren die Situation Lernender im 21. Jahrhundert dar. Der exzellent gemachte Trailer zu „true fiction – where no student has gone before” aus dem Hamburger Hochschulentwicklungsprojekt „ePush” geht bezogen auf Inhalt und Filmqualität deutlich weiter.

Die fiktive Geschichte der Studentin Laura zeigt die Protagonistin, wie sie aus ihrer „Welt, in der Gleichzeitigkeit, Kontingenz, das Ineinandergreifen von Realität und Virtualität, ein Weltweitwerden der Kommunikation und ein zuvor nicht gekannter Zugang zu Informationen alltäglich sind” täglich in die Vergangenheit reist und die gegenwärtige Universität besucht. Laura wird als „eine Art Katastrophe” für die klassische, im Theaterdiskurs vermittelnde Universität vorgestellt.

Gleichzeitig könne sie aber Teil der Lösung sein, zu der gehöre, dass „Universitäten Orte bleiben können, an denen auch weiter bisher Ungedachtes gedacht werden kann. Richtige, unbedingte Universitäten, ohne Schranken für Denken, Lernen und Bildung”.

Kritisch zu fragen ist, ob die heutigen Studierenden tatsächlich im Kopf so beweglich sind wie Laura und, falls ja, ob, wann und wie dies wirklich zur Weiterentwicklung der Universität führen könnte. Der Universitätsstreik des vergangenen Jahres und seine Folgen geben mir nur geringen Anlass zum Optimismus. Andersherum betrachtet kann der Bologna-Prozess durchaus als tauglicher Versuch angesehen werden, eine vorwärtsgewandte Entwicklung analog der im Film angedeuteten zu verhindern.

Die im Film unbezweifelt vorausgesetzte Ausgangslage einer kompetenten Nutzung aktueller Medien durch Jugendliche wird übrigens von Manfred Dworschak in seinem Spiegel-Beitrag „Null Blog” heftig angezweifelt.

Die Website zum Film ist unter www.truefiction-derfilm.de online. Dort finden sich auch weitere Informationen zur Idee und zum Team.

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